In San Martino della Battaglia

DER TURM VON SAN MARTINO

Der Turm erhebt sich auf dem höchsten Hügel von San Martino, den das sardische Heer mit wechselhaftem Glück durch grausame Angriffe und wiederholte Attacken gegen die Österreicher eroberte, wieder verlor und zurückeroberte.

Der Turm wurde zu Ehren König Vittorio Emanueles II. und zum Gedenken der Menschen, die für die Unabhängigkeit und die Einheit Italiens in den Jahren 1848 bis 1870 gekämpft haben, errichtet.

Er ist ein Monument, das von aussen wegen seiner Erhabenheit und im Innnern für seine künstlerischen Werte bewundert wird. Er ist von einem großen Park umgeben und Ausdruck der Vaterlandsliebe der Italiener, da er dank geteilter nationaler Unterzeichnung erbaut worden ist.

Im Jahre 1880 begann sein Bau, und am 15.Oktober 1893 wurde der Turm in Anwesenheit des Königs Umberto I., der Königin Margherita, einigen Ministern und Parlamentsmitgliedern und einer großen Menschenmenge aus allen Provinzen Italiens eingeweiht.

Seine Basis besteht aus einem von Zinnen verzierten zylindrischen Tambour, der einen Durchmesser von 22,80 und eine Höhe von 19,80 Metern hat. Aus dem Tambour erwächst der Hauptturm. Er ist ebenfalls zylindrisch und verjüngt sich; im unteren Teil hat er einen Durchmesser von 13 Metern und oben 11,40 Meter. Mit den Medallions, die die Zinnen stützen, verbreitert sich der Turm wieder, so dass die Terrasse einen Durchmesser von 13,90 Metern erreicht.

Der Weg, der sich von der Eingangshalle bis zur oberen Terrasse hinaufwindet, ist mit Bronzestatuen und wertvollen Fresken geschmückt, die die Ereignisse und Protagonisten des Risorgimento wieder wachrufen. Der Turm entwicklet sich in seinem Inneren auf 490 Metern und ist 64 Meter hoch. In der Mitte der oberen Terrasse, die durch eine zinnenverzierte Mauer geschützt wird, befindet sich die Fahnenstange sowie ein grosser Leuchtturm, der nachts die Farben der italienischen Flagge ausstrahlt.

Von dem Denkmal kann man ein wunderbares Panorama und die Landschaft bewundern. Fast zu Füssen des Turms steht die „Villa Contracagna“, die früher dem Grafen Tracagni gehörte. Sie wurde am Tag der Schlacht Ziel von sieben Angriffen des sardischen Heers auf die österreichischen Truppen.

Eintritt (Museum + Turm):
Erwachsene: 7,00 €
Kinder (bis 10 Jahre): 3,00 €
Ermäßigt:Kinder (11-18 Jahre) und Erwachsene über 65 Jahre und Gruppen: 5,00 €
Mit Museumsführer (Reservierungen erforderlich): 6,00 €

Öffnungszeiten:
ganzjährig
16 Oktober-16 Marz: 9 – 12.30 / 14 – 17.30 montags geschlossen
17 März-15 Oktober: 9 – 12.30 / 14.30 – 19
Täglich, an Sonn- und Feiertagen durchgehend

DAS MUSEUM VON SAN MARTINO

Hinter dem Turm befindet sich das Museum, in dem die Reliquien, Dokumente und Andenken an die Schlacht vom 24.Juni 1859 sowie bedeutende Zeugnisse anderer Begebenheiten der Geschichte des Risorgimento aufbewahrt werden. Das 1939 gegründete Museum verfügt über drei Räume, in denen unter anderem einige der in der Schlacht eingesetzten Kanonen ausgestellt sind. Man kann auch Waffen, Uniformen, Landkarten und Alltagsgegenstände der Soldaten finden. Ferner gibt es beachtenswerte, wertvolle Gemälde, die die Hauptfiguren der Schlacht darstellen.

Der Gang durch das Museum wird durch schriftliche Erläuterungen an den Ausstellungsstücken begleitet.

Eintritt (Museum + Turm):
Erwachsene: 7,00 €
Kinder 6-10 Jahre: 3,00 €
Ermäßigt:Kinder (11-18 Jahre) und Erwachsene über 65 Jahre und Gruppen: 5,00 €

DIE GEBEINSKAPELLE VON SAN MARTINO

Nicht weit vom Turm entfernt befindet sich die Gebeinskapelle, die ursprünglich die Adelskapelle der Tracagni-Grafen war, und später von der Gesellschaft erworben wurde. Man erreicht sie über eine kurze Allee, die durch die aufgestellten Denkmäler und Gedenksteine der Personen, die an der Schlacht teilgenommen haben, besonders beeindruckend ist.

Die Vorderseite der Kapelle wurde vom venezianischen Künstler Salviati mit drei Mosaiken dekoriert. Sie wurde am 24. Juni 1870 eingeweiht. In der Apsis werden 1247 Schädel und in der Krypta die Knochen von 2619 Gefallenen ohne Unterscheidung ihrer nationalen Herkunft aufbewahrt.

Auf einem Gedenkstein steht geschrieben:

Indiscretis Militum Reliquis
Date Serta
Pia Diciate Verba
Hostes In Acie
Fratres in Pace Sepulcri
Una Quiescunt

Alle Commiste Reliquie dei Prodi
Porgete fiori
Recitate parole pie
Nemici in battaglia
Fratelli nel silenzio del Sepolcro
Riposano uniti.

Die Worte sind auch ins Französische und ins Deutsche übersetzt.